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Rechte Jugendkulturen – zwischen Lifestyle Clique und Partei

Sie hören rechte Rockbands wie Landser oder Störkraft, lauschen den Klängen rechter Liedermacher, hören aber auch Heavy Metal, Pop, Techno oder Dark Wave. Sie tragen Bomberjacken, kurzgeschorene Haare, aber auch Markenklamotten und Turnschuhe, eine modische Kurzhaarfrisur oder einen ordentlichen Seitenscheitel. Sie schmücken sich mit Thorshammer, beschäftigen sich mit der Bedeutung von Runen und germanischen Gottheiten. Sie bewundern ihre Großväter, die in der Wehrmacht oder Waffen-SS gekämpft haben. Sie surfen im Internet, tauschen dort Lieder, diskutieren in Chatrooms und bestellen online Kleidung und Accessoires für den rechten Lifestyle.

In den letzten Jahren hat sich in der Bundesrepublik eine rechte Jugendkultur herausgebildet, die sich jugendkultureller Stilmittel bedient und über diese rassistisches und rechtsextremistisches Gedankengut transportiert.
Nicht die Schulungen durch Ewiggestrige, Parteiversammlungen oder straffe Führungsstrukturen machen den jugendlichen Rechtsextremismus aus: Musik, Symbole, kulturelle Codes, Mythen, und eine eigene Mode bilden die prägende Klammer einer rechtsextremen Alltagskultur. Geboten wird den Jugendlichen dabei eine brisante Mischung aus gemeinsamer Freizeitgestaltung mit Konzerten und Kameradschaftsabenden, eine rechtsextremer Abenteuer- und Erlebniswelt durch Demonstrationen und Aufmärsche und der Propagierung rechtsextremer Orientierungen. 

Längst haben organisierte Neonazis und rechtsextreme Parteien, wie die NPD, die rechte Jugendkultur als Rekrutierungsfeld für sich entdeckt und nutzbar gemacht: mit der Organisation von Konzerten, den Vertrieb von Musik und entsprechender Mode, mit der Herausgabe von Jugend- und Schülerzeitschriften und mit „Nationaler Jugendarbeit“ machen sie Angebote, die jugendspezifische Bedürfnisse befriedigen sollen. Schleichend folgt die entsprechende Unterfütterung mit rechtsextremer Ideologie.

Die Ausstellung „Rechte Jugendkulturen“ will den Blick für die Auseinandersetzung mit den jugendkulturellen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus schärfen. Dargestellt und erläutert werden Stilmittel und Alltagskultur rechter Jugendlicher in der Bundesrepublik: Mode, Musik, Symbole, Codes und szenetypische Medien. Moderne Organisationsformen ohne starre Organisationsstruktur, wie die sogenannten Kameradschaften – die eine Mischung aus Politik und Freizeitgestaltung bieten - werden ebenso dargestellt, wie die Strategien rechtsextremer Parteien und Organisationen gezielt Jugendlichen anzusprechen und zu beeinflussen.
Begleitend zur Ausstellung ist eine Multimedia-CD-ROM erschienen, die neben den Texten und Bilder der Ausstellung auch Musikbeispiele enthält. Durch die multimediale Aufbereitung der Inhalte eignet sich die CD-ROM besonders für den Einsatz in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit mit Jugendlichen.
Mit der Ausstellung sowie der begleitenden Multimedia-CD-ROM will die Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachen Ost gGmbH ds. e.V. einen Beitrag zur Aufklärung über Ursachen und Erscheinungsformen des Rechtsextremismus und damit zur politischen Bildung Jugendlicher und Erwachsener leisten.

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Die Ausstellung wurde aus Mitteln des Aktionsprogramms Jugend für Demokratie und Toleranz- gegen Rechtsextremismus,Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.


Ausstellung „Rechte Jugendkulturen“

Die Ausstellung umfasst neben einer allgemeinen Einführung zu rechten Jugendkulturen die Themen:

  •      Skinheads
  •      rechte Mode
  •      rechte Symbolik
  •      rechte Organisationen
  •      Graue Wölfe und Russlanddeutsche Konservative
  •      Frauen in der rechten Szene
  •      kulturelle Vormachtstellung
  •      Neuheidentum
  •      (rechte) Musik als Einstiegsdroge
  •      rechte Medien
  •      No-go-areas
  •     „Erwachsen und was dann?“

sowie

  •     Gegenkulturen
  •     Websites gegen Rechts

Umfang

36 Ausstellungstafeln auf 3 Rahmen (individuell zusammenstellbar).

 

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