Olaf Lobermeier: Empirische Studien "Rechtsextremismus und Sozialisation"

7,00 €

Unter Mitarbeit von Petra Pawelskus und Katarzyna Plachta

Reihe "Wege aus der rechten Szene", Band 2

 

Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN
Braunschweig 2006

ISBN: 10 3-932082-20-6
ISBN: 13 978-3-932082-20-7

Buch, 183 Seiten

In der vorliegenden Studie wurden 20 Eltern und enge Angehörige von Kindern aus der rechtsextremen Szene mittels qualitativer problemzentrierter Interviews zur interdepenten Beziehungsqualität befragt. Gegenstand der Untersuchung war die Beziehung von Eltern bzw. engen Angehörigen zu ihren Kindern, welche sich in der rechtsextremen Szene befanden, bzw. immer noch in diese Szene involviert sind.

Ausgangspunkt war die Fragestellung, ob Eltern im Hinblick auf einen potentiellen Ausstieg aus der Szene eine bedeutsame Ressource für ihre Kinder darstellen können.

Abgeleitet wurde diese Frage aus der Erfahrung der früheren Autoritarismusstudien (Adorno et. al. 1950), wonach eine strenge, straforientierte und lieblose Erziehung in der Familie zu problematischen sozialen und politischen Orientierungen führe, die von den Autoren als autoritäre Persönlichkeit beschrieben wurde. Bedenken an der allzu dogmatischen Verwendung dieses Ansatzes kamen insbesondere vor dem Hintergrund praktischer Erfahrungen mit Eltern, die keineswegs die oben genannten Erziehungspraktiken verkörperten und die ein großes Ausmaß an persönlichem Engagement aufbrachten und ihren Kindern im Hinblick auf ein Verlassen der rechten Szene als "liebevoller" Ansprechpartner zur Verfügung standen und immer noch stehen.

So wurden weitgehend Personen in die Untersuchung einbezogen, die es als erklärtes Ziel ansahen, den Kontakt zu ihren Kindern, die zum Teil sehr tief in die rechte Szene hineingerutscht sind, in einem positiven, d.h. unterstützenden Sinne aufrecht zu erhalten.

 

Über den Autor:

Olaf Lobermeier ist Vorstandsmitglied und Projektleiter im arpos Institut e.V. und beratender freier Mitarbeiter in der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt.

Von 1994 bis 2001 beschäftigt als Dipl. Sozialarbeiter/-pädagoge im Jugendamt der Stadt Braunschweig, Bereich Jugendhilfe und Erziehungshilfen; seit 1997 Lehrbeauftragter an der FH Braunschweig/Wolfenbüttel; 2001 wissenscaftlicher Mitarbeiter an der FH Braunschweig/Wolfenbüttel; 2002 Promotion am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Hannover; seit WS 2003/2004 Lehrbeauftragter am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Hannover; Leitung und Beratung verschiedener Forschungs-, Praxis- und Evaluationsprojekte im arpos Institut (Modellprojekt "Jugendarbeit zur Intensivierung der 'Prävention gegen Rechts - PräGeRex; "Konstruktive Konfliktbearbeitung im kommunalen Zusammenhang"; stellvertretender Leiter des Projektes "Opfer rechtsextremer Gewalt").

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